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Bewerbercoaching in Kirn am Fuße der Burgruine Steinkallenfels

Bewerbercoaching in Kirn am Fuße der Burgruine Steinkallenfels

  • Was Du zu beachten hast, wenn Du Dich erfolgreich bewerben möchtest
  • Wie Dir Schritt für Schritt der Aufbau einer aussagekräftigen Bewerbung gelingt
  • Auf was es langfristig im Bewerbungsprozess ankommt



Kunde droht mit Auftrag!


Der Umzug ist inzwischen geschafft. Zuvor, inmitten von Renovierung, sukzessivem Umzug und Zeitdruck, lagen die Nerven teilweise schon ganz schön blank. Ein gutes Zeit- und Stressmanagement war jetzt gefragt! Da kam ein Anruf einer ehemaligen Kollegin, die Unterstützung suchte für die Gestaltung einer aussagekräftigen Bewerbung. Wie soll ich das noch schaffen? Egal, die Frau war mit ihrer jetzigen Anstellung nicht mehr zufrieden. Grund genug zu helfen, da ich dieses Gefühl bestens kenne. Ganz genau gesagt, war sie auf der Suche nach einem Team bzw. Teamwork, welches mit vielseitigen Aufgaben beschäftigt sein sollte. Das hörte sich spannend an. Eine konkrete Stellenausschreibung hatte sie auch in der Tasche, also stand diesem Auftrag nichts mehr im Weg.


Plötzlich steht die Welt Kopf!

 

Mein Coachee berichtete von ihrer Aufregung, nachdem sie den Entschluss fasste, sich zu bewerben. Sie arbeitete schon sehr lange in dieser Firma und sie hatte eine schlaflose Nacht hinter sich. Es ist einfach gewaltig was mit meiner Psyche passiert, sagte sie im Gespräch. Dies hätte ich niemals für möglich gehalten. Ja, das kenne ich sehr genau. Ich erzählte ihr von meinem Bild, wie aufgeregt der Mensch ist nachdem er den ganzen Schriftkram hinter sich gebracht hat und nun auf dem Weg zum Briefkasten ist und mit zitternden Händen den Briefumschlag in den Schlitz packt und noch bevor er loslässt überlegt, soll ich das jetzt wirklich machen? Natürlich sind diese Zeiten „fast“ vorbei. Heute geht das meiste digital, da überlege ich eher, drücke ich jetzt wirklich die Taste „Enter“?


Langsam... ganz langsam...


Das Coaching fand online statt. Zuerst nehme ich mir immer genügend Zeit für das berufliche Profiling. Ich hinterfrage viel, leuchte die Wünsche aus und baue mir mit jedem kleinen Puzzleteilchen ein Bild zusammen, ein Bild dieser Person. Wie tickt dieser Mensch, was ist diesem Menschen wichtig, worin liegen seine Stärken, was möchte dieser Mensch erreichen. Ich filtere alle positiven Eigenschaften heraus und bin ganz nah am Menschen dran. Wenn ich alle erforderlichen Informationen habe oder anders herum gesagt, wenn ich diesen Menschen gut einschätzen kann, dann gelingt mir ein individuelles Anschreiben. Das fertige Anschreiben übergebe ich meinen Coachees immer zum Lesen mit den Worten: „So sehe ich Dich“.


Ich kann mich doch nicht selbst sooo loben

 

Dann beobachte ich sehr genau, wie die Reaktion auf das Schreiben ist. Abschließend sage ich: „Bist Du das, fühlst Du Dich wohl mit diesem Anschreiben?“ Sehr oft höre ich, ja das bin ich und das liest sich sehr gut. Das hätte ich selbst niemals so hinbekommen. Was ich auch oft höre ist: „Das ist so positiv und ich hebe mich so hervor, kann man das so machen?“ Ja, man kann! Im Anschreiben geht es um persönliche Kompetenzen. Wie oft lese ich Anschreiben, in welchen die Bewerber beschreiben wo und was sie bisher gearbeitet haben – das gehört eindeutig in den Lebenslauf.


Sorgfältig und penibel arbeiten - das braucht Zeit

 

Erste Hürde genommen, jetzt kommt der Lebenslauf. Hier arbeite ich sehr gerne mit Unterpunkten d.h. stichwortartige Beschreibungen was ich in der jeweiligen Firma gemacht habe. „Das steht doch in meinen Zeugnissen“, höre ich dann oft. Ja, das mag sein, die werden erfahrungsgemäß aber nicht so genau gelesen. Der Lebenslauf übersichtlich, genau strukturiert – darauf kommt es an. Für diese Arbeit gehen einige Stunden ins Land und hier bin ich persönlich auch sehr penibel! Jedenfalls war alles auf den Weg gebracht und … es folgte die Einladung zum Vorstellungsgespräch!


Und immer läuft es doch irgenwie anders als gedacht


Auch hier haben wir wieder sorgfältig gearbeitet. Ich habe gut 10 Fragen zusammengestellt, darunter auch kritische und mein Coachee hat diese schriftlich ausgearbeitet und wir haben daraufhin alles besprochen. Generell kann ich mich noch so gut vorbereiten – wichtig ist, dass ich einen kühlen Kopf behalte! Das Vorstellungsgespräch dauerte inklusive Test 1,5 Stunden. Das Gespräch fand mit insgesamt 7 Personen statt, die im Halbkreis um meinen Coachee saßen. Alleine dafür brauche ich ein gutes Maß an Selbstberuhigung. Mein Coachee erzählte wie nervös sie war. Am Ende des Gespräches war der Arbeitgeber sehr interessiert und fragte, ob mein Coachee bereits eine Zusage machen kann. Sie bat geschickter Weise um Bedenkzeit. Die wurde ihr gegeben, bis zum nächsten Tag.



Erst einmal eine Nacht darüber schlafen


Das Reflektieren und die Besprechung innerhalb der Familie ist ein wesentlicher Punkt, wenn es um einen Arbeitsplatzwechsel geht. Zumal, wenn eine weitere Strecke mit dem Auto zurück zu legen ist. Die Stellenausschreibung und das, was in Wirklichkeit verlangt wurde, klaffte jedoch sehr auseinander. Die vielseitig beschriebene Tätigkeit war in Wirklichkeit eine Aufgabe die damit verbunden war viel und schnell abzuarbeiten – wir vermeiden einmal das Wort Akkord, denn Akkord gibt es ja nicht mehr (!!!). Zudem war es auch nicht gewünscht, sich mit der Tätigkeit intensiver auseinanderzusetzen. Blindes Abarbeiten ohne das Hirn einzuschalten. Das KO-Kriterium letztendlich war, auf die Nachfrage ob in einem Team gearbeitet wird, das keine befriedigende Antwort folgte.



Absage? Auch das ist ein Ergebnis!


Meine ehemalige Kollegin und jetziger Coachee, sagte die Stelle ab. Die Erkenntnis nach dem ganzen Bewerbungsprozess für sie war folgende: „Es war eine tolle Erfahrung, die mir gezeigt hat, dass ich jetzt extrem „frei“ bin. Dort kann ich nicht wählen, was ich jetzt oder als nächstes, oder morgen bearbeite. Auch die Vielseitigkeit meiner jetzigen Aufgaben, hätte mir dort sehr gefehlt.“ Diese Erfahrungen sind auch sehr wichtig! Manchmal ist es absolut erforderlich „das Köpfchen herauszustrecken“ damit ein Perspektivenwechsel stattfinden kann. Mit einer veränderten Einstellung kann ich meine Arbeit, die immer noch die gleiche ist, jetzt anders wahrnehmen und plötzlich ist alles doch gar nicht so schlecht. Was jetzt natürlich nicht heißt, weiter zu suchen.



3 Kriterien – darunter geht nix!



Es braucht Zeit bis ich eine Arbeit finde, die meine persönlichen Kriterien erfüllt. Ich sage immer, es sollen auf jeden Fall 3 sein. Für meinen Coachee sind es Teamwork, abwechslungsreiche Tätigkeiten und eine Arbeit die ihrer Lebenssituation angepasst ist. Falls dann das eine nicht eintritt, habe ich zumindest noch zwei andere Kriterien, die mich trotzdem zufrieden stellen können. Falls ich nur ein Kriterium habe und das wird nicht erfüllt, habe ich letztendlich ein Problem und mit der Zufriedenheit im Job sieht es dann wieder weniger gut aus.


 

Mein Tipp

Geduld! Ich hatte einmal einen Coachee, da dauerte es über ein Jahr, bis sie den optimalen Arbeitsplatz gefunden hatte. Ganz selten funktioniert das innerhalb von wenigen Wochen.

Gerade in der jetzigen Zeit und auch zuvor ist eine hohe Frustrationstoleranz enorm wichtig. Viele Firmen antworten überhaupt nicht. Hier rate ich nach ca. 2 Wochen nach zu telefonieren, um sich nach dem aktuellen Stand der Bewerbung zu erkundigen. Erhältst Du eine lapidare Antwort wie: „Wir hatten noch keine Zeit oder Ihre Bewerbung ist noch in der Prüfung“ oder sonstige weniger aussagekräftige Aussagen, dann einen Haken an die Sache machen.

Des Weiteren ist Selbstmotivation ein weiterer Faktor in Bewerbungsangelegenheiten. Ganz selten sind 20 – 30 Bewerbungen überhaupt nicht ausreichend, um annähernd eine Arbeitsstelle zu finden, die einem zusagt. Weg von der Standard Bewerbung! Sei individuell und somit mutig und überzeuge mit einer kreativen Bewerbung, sehr gerne bin ich Dir dabei behilflich.

14. 04. 2021 | Claudia Spengler

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