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 „Die Waldkraft spüren“ - Waldbaden im Hunsrück

„Die Waldkraft spüren“ - Waldbaden im Hunsrück

  • Wie Du mehr Achtsamkeit in Dein Leben lässt
  • Was Du von der Natur lernen kannst
  • Weshalb Du von Wahrnehmung & Co. profitieren kannst

 

Waldbaden… Was ist das?!

 

Was ist eigentlich Waldbaden, werde ich immer häufiger gefragt. Viele Menschen haben das Bild der berühmten Badewanne im Wald vor Augen, in welcher sie dann baden müssen. Lustig diese Vorstellung und ich gebe zu, es reizt mich ein solches Foto zu machen um die Fantasie der Menschen provokant anzuregen.

„Vergiss Deinen Bikini nicht“ sagte der langjährige Lebensgefährte meiner Mutter, als meine Schwägerin sich diese Auszeit gönnte, um mit ihrer Mutter gemeinschaftlich in der Gruppe das Waldbaden zu erleben.

Es fallen Begrifflichkeiten wie Entschleunigung, Achtsamkeit, Wahrnehmung und die fünf Sinne einsetzen. Trotzdem fällt es schwer, sich etwas darunter vorzustellen.

 

Es sind die kleinen Dinge im Leben die Freude bereiten

 

Achtsamkeit übe ich seit 2008, da trat nämlich meine „Fellnase“ Lizzy in mein Leben. Seither erforschen wir gemeinsam die Wälder im Hunsrück, gehen auf Entdeckungstour was unbekannte Wege angeht – die irgendwann einfach aufhören oder faszinierende Ausblicke bieten.

Wir beobachten Vögel, Rehe und Feldhasen und hören dem eifrigen Klopfen des Spechtes zu. Manchmal lässt sich dieser Kerl auch erspähen, wenn Du genügend Geduld und Ausdauer mitbringst.

Wir erfreuen uns an den vielfältigen Blumen auf den Wiesen, die ihre kunterbunten Blüten entfalten und staunen über den wunderbar immergrünen Farn im Wald, welcher seine Farben auch bei größter Trockenheit noch prachtvoll darstellt. Natürlich ist Lizzy zuweilen mit anderen Dingen, wie z.B. dem Erschnüffeln von Markierungen anderer Fellnasen, beschäftigt. Doch das ist hier und heute nicht das Kernthema. :-)

 

Wie alles anfing…

 

Zwei Stunden im Wald und ich bin ein neuer Mensch. Mein „Glückshormonetopf“ ist randvoll und ich bin begeistert und zufrieden. Ich fühle mich „geerdet“ und angekommen, der Wald ist meine wichtigste Ressource.

Irgendwann kam die Fotografie hinzu. Nun wurde alles noch intensiver und zunehmend erlebte ich konstante Perspektivenwechsel. Wie ich etwas in einen Rahmen packe, von unterschiedlichen Seiten betrachte und immer wieder neue Aspekte erschaffe.

Wenn ich mir anschließend meine Naturbilder anschaue und bearbeite, bin ich wieder im Geschehen und erlebe diese Glücksmomente noch einmal. Und ganz wichtig, da ich ein visueller Lerntyp bin: Ich kann mir diese Momente mental abrufen, wenn es mir einmal nicht so gut geht.

Zuletzt habe ich bemerkt, dass die Bewegung, denn ich bin zudem auch ein haptischer Lerntyp, in Kombination mit Wahrnehmung und Perspektivenwechsel dafür sorgen, dass ich kreative Impulse bekam. Hiermit meine ich, nachdem der Kopf „frei gelaufen“ war, hatte ich Ideen und Lösungen für Themen die mich beschäftigen.

Alles in allem doch sehr positive Aspekte, oder?“

 

Der Deutsche – „Trendy“ muss es sein

 

Doch was ist jetzt Waldbaden? Baden steht doch generell für Entspannung, also im Wald entspannen, doch wie? Es geht wirklich noch intensiver, als ich es die letzten 12 Jahre betrieben habe. Waldbaden oder auch „Shinrin Yoku“ genannt kommt ursprünglich aus Japan. Dort hat man schon vor Jahrzehnten herausgefunden, dass es für Körper und Seele gesund ist, sich im Freien aufzuhalten.

Ich persönlich finde es schade, dass wir Deutschen immer einen Trend brauchen um diesem dann hinterher zu rennen. Ich bin ein Kind der 60iger und habe mein halbes Leben draußen verbracht, für mich gab es nichts Schöneres und Befreienderes. Bewegung und frische Luft hat noch nie geschadet und dies empfiehlt zudem auch immer noch jeder Arzt. Doch irgendwie ist in dieser verrückten Welt alles durcheinander gekommen. Mich hat das Thema gereizt, gerade auch als Coach. Somit habe ich am eigenen Leib gespürt, dass da noch mehr geht, was Körper, Geist und Seele angeht.

 

Kreativität und Männerdomänen

 

Gerade in diesem verdammten Corona-Jahr fühle ich mich total von außen gesteuert. Mit Selbstwirksamkeit ist es in diesem Jahr schwierig. Firmen ziehen ihre Aufträge zurück bzw. legen diese auf Eis. Präsenzveranstaltungen werden still gelegt bzw. eingeschränkt und unterliegen streng vorgeschriebenen Hygienevorschriften, ebenso wie persönliche Coachings. Nichts ist mehr ist so wie es war und das wird auch im nächsten Jahr nicht besser.

Also heißt es kreativ werden, so haben es jedenfalls meine Coaching Kollegen genannt.

Waldbaden ist für mich somit der ideale Weg auch meine Existenz ein Stück weit zu sichern. Denn in den Wald gehen darf ich, auch mit Menschen und auch ohne Mund-Nasen-Schutz. Wenn ich einmal davon absehe, dass ich als Frau in eine archaische Männerdomäne (den Wald als solchen) eindringe, wo auch hier versucht wird einem das Leben schwer zu machen. Doch wer mich kennt weiß – es gibt keine Probleme sondern nur Lösungen und Wald gibt es hier im Hunsrück wahrhaftig genug!

 

Die Waldkraft spüren!

 

Meine Waldbaden-Events stehen unter dem Slogan „Die Waldkraft spüren“. Ich umarme keine Bäume, doch ich halte Dich auch nicht ab davon es zu tun. Ich integriere meine 12jährige Coaching Kompetenz in meine Waldbaden-Events und rege Dich zum Nachdenken an – jedoch nur kurz. Du erlebst wie es ist, einmal gaaanz laaangsam durch den Wald zu schlendern, was wirklich sehr schwer ist für viele Menschen.

Wir schulen unser visuelles Wahrnehmungsvermögen und nehmen unterschiedliche Farben oder die Grüntöne wahr. Wir setzen uns auf eine Wiese und hören einfach nur in das Wiesental hinein (und ich hoffe unterdessen, dass der Bauer aus dem Nachbardorf nicht wieder kommt und uns anpflaumt ;-)).

Das Echo der zirpenden Grillen und das aufgeregte Vogelgezwitscher, mit dem fleißigen Klopfen des Spechtes und den vorbeiziehenden Flugzeugen vom Flughafen Hahn, sind nur einige Dinge, die Dir auffallen bei genauerem Hinhören. Weiter schlendern wir über eine Wiese mit ausgebreiteten Händen, wie früher als Kind, und fühlen die verschiedenen Gräser die dort wachsen. Ich komme nie vorbei an der „Pimpernelle“, den Namen habe ich bislang nicht gekannt, doch die Mutter meiner Schwägerin die sich ebenfalls gemeinschaftlich mit ihrer Tochter etwas Gutes tun wollte, hat mich aufgeklärt.

Ich habe als Kind immer dieses Wildkraut für meine Oma gesammelt, die es dann in den Salat verarbeitet hat. Dieser Duft weckt gute, alte Kindheitserinnerungen in mir, die auch dafür sorgen, dass mein „Glückshormonetopf“ sich füllt! Sehr gerne erinnere ich mich an diese Zeiten zurück und teile diesen Moment mit meinen Teilnehmerinnen und Teilnehmern, denn jeder kennt diese Momente und ich beobachte das Lächeln, welches sich auf den Gesichtern eines jeden ausbreitet. Mit einem Spiegel durch den Wald gehen und einmal eine ganz andere Perspektive einzunehmen ist wirklich eines der „Highlights“ wenn wir in der Gruppe unterwegs sind.

Eine Achtsamkeitsübung oder Dankbarkeitsübung sorgt für innere Balance und berührt das Herz. Wundervoll auch, im Wald zu sitzen und eine „Genussreise“ zu erleben. Bewusstes Essen, in der Natur, absolut achtsam und jeder in seinem Tempo. Waldbaden – die sanfte Bewegung und alle fünf Sinne ganz achtsam spüren, das meine ich mit „Waldkraft spüren“!

 

Ich will nicht zurück!

Manchmal habe ich „Berühmtheiten“ dabei, die uns mit ihren Zitaten humorvoll unterstützen oder zum Nachdenken anregen. Gedichte, Lebensweisheiten und Rituale begleiten uns auf die Reise durch den Wald. Nach drei Stunden möchten die Menschen erfahrungsgemäß nicht mehr so gerne in die Realität entlassen werden, sondern wünschen sich weiterhin achtsam und in ihrem Tempo in der Natur zu verweilen. Doch jetzt gilt es, die Erfahrung mit in den Alltag zu nehmen.

Wundervolle Feedbacks wie: „Ich durfte mich hier endlich mal nur auf eine Sache konzentrieren, anstatt wie auf der Arbeit, immer mehrere Dinge auf einmal zu erledigen“. Oder: „Du hast es geschafft, das eine wundervolle Wärme in meinem Körper, angefangen im Bauch, aufgestiegen ist nachdem es mir so kalt war“.

Oder: „Ich habe noch nie so langsam eine Aprikose gegessen und gespürt wie unterschiedlich sie auf der Zunge schmeckt“. Aussagen wie: „Mir ist noch nie aufgefallen, wieviel verschiedene Blumen und Farben es gibt hier am Wegrand“. Doch die meisten Menschen sind regelrecht „geflasht“ und sagen: „Es hat gut getan, es war wunderschön, DANKE!“

 

Mein Tipp: Wenn Du jetzt neugierig geworden bist und ein Waldbaden erleben möchtest bleibt nur eins: Kontaktiere mich! Lass uns gemeinsam in die Kraft des Waldes eintauchen und spüren wie wohltuend und entspannend einige Stunden in der Natur auf Dich wirken. Bring’ ein paar liebe Menschen mit, mit denen Du gerne die Zeit verbringen möchtest. Ich freue mich auf Euch!

15. 10. 2020 | Claudia Spengler

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