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Tierisch gut coachen

Tierisch gut coachen

  • Wie ein Hund mehr Lebensqualität in Dein Leben bringen kann
  • Was Du von Hunden lernen kannst

 

Meine große Liebe? Hunde!

 

Ich weiß es noch wie heute, als mein inzwischen verstorbener Vater mir dieses Tierbuch geschenkt hatte. Ich war gerade einmal 10 Jahre alt, als ich nach einer doppelseitigen Leistenbruch OP aus dem Krankenhaus kam. Da ich so tapfer war, gab es dieses Geschenk. Stolz wie Oskar blätterte ich in meinem neuen Buch bis ich ihn sah – meinen zukünftigen Hund – einen Irischen Setter. Seither war es um mich geschehen. Als ich alt genug war für einen eigenen Hund wurde es zwar kein Irischer Setter, dafür aber ein Chow-Chow Mischling. Der ganze Wurf sollte „entsorgt“ werden und ich rannte um einen der kleinen Welpen zu retten. Natürlich wurden alle Welpen vermittelt, doch schon damals schlug mein Herz für Tiere die Hilfe brauchen. Daran hat sich nichts verändert.

 

Durchhalten – Egal wie krass es auch wird!

 

Seit mehr als zwölf Jahren begleitet mich nun Lizzy, meine spanische Mischlingsdame aus dem Tierheim. Eine Seele von einem Hund! Sehr souverän, wohlerzogen und sie besitzt die Fähigkeit, Menschenherzen im Nu zu erobern. Wir haben gemeinsam die Vogesen bezwungen, am Meer Ball gespielt bis zum Sonnenuntergang und täglich sind wir in den Wäldern des Hunsrücks unterwegs. Die Kombination Hund, Bewegung und Fotografie sind meine Work-Life-Balance. Ein Hund ist für mich Lebensqualität, die Bewegung hilft mir Stress abzubauen sowie kreativ zu werden, während die Fotografie meine Wahrnehmung schult und ideal für Perspektivenwechsel ist. Eine Power-Kombination die mich stärkt, die ganzen Schicksale die ich tagsüber in meiner Arbeit als Jobcoach in arbeitsmarktpolitischen Projekten zu hören bekomme, durchzuhalten.

 

Mach weiter oder ich stupse!

 

Besonders schön sind jedoch die Bewerber-Coachings. Hier habe ich keinen Zeitdruck, kann mich individuell um eine einzige Person kümmern und mich komplett auf den Menschen und deren Stärken fokussieren. Flexible Zeiteinteilung angepasst an meinen Bio-Rhythmus der zu bestimmten Uhrzeiten auf Hochtouren läuft aber auf keinen Fall morgens um 08:00 Uhr. Lizzy hat mich sehr motiviert zu diesen Coachings begleitet. Was mir dabei immer wieder aufgefallen ist, wie schnell eine Fellnase doch die Herzen der Menschen erobern kann. In der Jugendarbeit war es genauso. Wenn die Jugendlichen Lizzy erblickt haben, saßen sie ganz still auf dem Boden und haben sie gestreichelt. „Sie beruhigt mich so“ war sehr oft die Aussage.

So war es auch in diesem Coaching mit einer jungen Frau. Sie erzählte wie sehr sie in der Vergangenheit gemobbt wurde und sie wirkte im Ganzen sehr unsicher. Mit Lizzy an ihrer Seite, die sie unentwegt streicheln konnte (und dieser Hund stupst sobald ein Mensch sich nur traut einen kurzen Moment damit aufzuhören!) wurde sie entspannter und wir konnten gemeinsam an ihrem Ziel arbeiten.

 

Die Arbeit mit den fünf Sinnen

 

Der Start war eine tiefe Bauchatmung, langsam und bedächtig sowie wiederholend. Im nächsten Schritt hatte sie ein konkretes Bild vor Augen, ein Schild aus ihrer Wohnung mit der Aufschrift „Ich bin nicht perfekt – doch mein Hund liebt mich trotzdem“. Als Umgebung wählte sie ihr Wohnzimmer mit einer kuscheligen Sitzecke, auf dem Tisch ein Glas Wasser mit Kirschgeschmack. Während sie sich mit geschlossenen Augen auf die Übung und die Stille einließ, streichelte sie Lizzy und genoss die Ruhe um sich herum. Sie verankerte die Emotionen mit allen Einzelheiten.

Am Ende der Übung angekommen, fand sie sich von einer wohltuenden Ruhe umgeben. Die Klientin gab an, dass sie sich vorstellen könne diese Ressource für die bevorstehenden Aktivitäten zu nutzen, die zuvor erarbeitet wurden. Selbstverständlich mit Hund

 

Mein Tipp: Schau es Dir bei den Hunden ab! Ein souveräner und treuer Vierbeiner trägt die wesentlichen Fähigkeiten einer gut funktionierenden Kommunikation in sich. Er baut nonverbal eine Brücke und schafft Vertrauen. Ihm ist egal, wer oder was der Mensch ist und woher er kommt – er nimmt ihn so an, wie er ist. Er begegnet ihm mit Wertschätzung und zeigt ihm seine Anerkennung durch sehen, hören, fühlen – die wichtigsten Sinne des Menschen. Beide, Mensch und Tier, begegnen sich auf Augenhöhe, ehrlich und emphatisch. Eine Kommunikation, die das Herz berührt, denn Kommunikation ist Emotion!

13. 09. 2020 | Claudia Spengler

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